|
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
IGS
Holweide > Kooperative Spiele >
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Studienfahrt der Teams des 5. Jahrgangs nach Altenberg: drei-tägiges betreutes außerunterrichtliches Bewegungs- und ErfahrungsangebotKooperatives Lernen als erlebnispädagogisches AbenteuerPädagogik zum Anfassen |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neun Klassen der Jahrgangsstufe 5 an der IGS Holweide hatten bisher gemeinsam mit den Erlebnispädagogen von A team 4 teams („ein Team für Teams“) einen erlebnispädagogischen Abenteuertag verbracht. Die über 270 Kinder hatten mit Freude gelernt, was es heißt, außerhalb des Unterrichts zusammenzuarbeiten. Denn die Teamer von at4t haben viele Spiele und Übungen mitgebracht, bei denen die Gruppe nur durch gemeinsames Vorgehen zum Ziel kommt. Der pädagogische Erfolg dieser Abenteuertage und die finanziellen Möglichkeiten durch die Erlangung des Schulentwicklungspreises 2009 veranlassten die Gesamtschule Holweide für das Schuljahr 2009/10 erstmalig ein dreitägiges Seminar außerhalb der Schule für alle Klassen des 5.Jahrgangs in Holweide anzubieten. Die Eltern übernahmen für ihre Kinder die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung (wie bei jeder Klassenfahrt); die Kosten für das Betreuerteam A team 4 teams wurde aus dem Preisgeld des Schulentwicklungspreises 2009 finanziert. Die drei Teams des 5. Jahrganges fuhren zu unterschiedlichen Zeiten mit ihren drei Klassen nach Altenberg. Die jeweilige personale Besetzung war natürlich unterschiedlich. Daher wird im Folgenden der Ablauf des drei-tägigen Seminars idealtypisch für alle Klassen beschrieben. Einzelne Abweichungen individueller Natur bestätigen daher die prinzipielle Regelung für alle Klassen des 5. Jahrgangs. Die Fotos stammen ausschließlich aus dem Team 5.1. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() ![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Besonderheiten beim Team 5.1.:Das Team 5.1. wurde von zwei Schülerinnen des 11. Jahrganges begleitet. Lina und Pauline hatten im vorausgegangenem Jahr auf der Abschlussfahrt ihres Teams (10.1.) in Kössen und beim „survival-camp“ bereits einige Teamer des aT4T kennengelernt. Damals waren sie allerdings noch in der Schülerinnenrolle, während sie nun als „Assistentinnen“ die Fahrt begleiteten. Beide Schülerinnen beabsichtigen im 12. Jahrgang einen „Leistungskurs Pädagogik (LK PA)“ zu belegen. Außerdem verpflichten sich die SchülerInnen der Oberstufe gemäß dem Leitbild der Gesamtschule Holweide für ein bestimmtes Stundenkontingent aktive soziale Arbeit innerhalb oder außerhalb der Schule zu leisten. Lina und Pauline hatten sich entschlossen, ihre Erfahrungen mit der bisherigen Erlebnispädagogik in dieses dreitägige Seminar einzubringen, die SchülerInnen des 5. Jahrganges zu unterstützen sowie die Teamer und Tutoren zu entlasten. Beide blieben die gesamte Zeit einer einzigen Klasse des 5. Jahrganges zugeordnet und nahmen die Rolle einer nicht teilnehmenden Beobachterin bzw. einer Spielleiterin ein. Mit den SchülerInnen nahmen sie gemeinsam an den entsprechenden Spielen und abends mit den TutorInnen an den gemeinsamen Besprechungen teil. Diese und weitere Tätigkeiten werden in einem Zertifikat festgehalten, welches die Schülerinnen zusätzlich zu ihrem Zeugnis erhalten werden. Die Rallye Altenberg beschäftigt sich mit dem Namen, der Geschichte des Doms, den Besonderheiten eines Klosters, der inneren und äußeren Architektur sowie der Ausstattung des Altenberger Doms. Es empfiehlt sich, diese Rallye tischgruppenweise durchzuführen. Die Rallye ist im Internet unter www.altenberg-infode/Touristinformation/Kinderrallye aufzurufen. Auffällig war für uns Lehrkräfte, dass in den Zeiten, die den SchülerInnen zur freien Verfügung standen, ein sehr großer Anteil der Schülerschaft sich in den Dom-Shop drängte und dort auch Einkäufe tätigte. Der Märchenwald war einigen SchülerInnen bereits bekannt. Sein Besuch war nicht verpflichtend. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. Block: 30 Fragen und AntwortenNachdem die SchülerInnen in dem ersten Vierteljahr in der Kennenlernphase ca. alle 14 Tage in neue Zufalls- Tischgruppen gesetzt wurden , wurden sie hier in Altenberg erstmalig mit ihrer neuen Tischgruppenzusammensetzung konfrontiert, die nun für den nächsten Zeitraum (bis zu der Zeugnisausgabe) stabil bleiben sollte. Die SchülerInnen konnten vorher Wünsche äußern, mit wem sie gerne zusammen sitzen und arbeiten wollen; die endgültige Entscheidung haben die Tutoren mit dem zugeordneten Sozialpädagogen getroffen. In diesem Spiel kam es auch auf den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung an, um erfolgreich zu sein. Dieses Spiel stellte die erste Belastungsprobe dar und sollte zugleich Übungsfeld für zukünftige Tischgruppenarbeit darstellen. Die Fragen (und noch 20 weitere dazu) können von der Kollegin Inge Tilmetz-Sonnenschein erfragt werden.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Tischgruppenmitglieder würfelten zunächst auf einem Spielbrett, um anschließend die geworfene Zahl auf einem abgegrenzten Areal zu suchen. Diese Zahl war auf einem versteckten Bierdeckel festgehalten. Sobald die Tischgruppe diesen bestimmten Bierdeckel gefunden hatte, musste sie gemeinsam diese Zahl der Spielleitung zurück bringen und eine entsprechende Aufgabe erfüllen. Hierbei war strategisches Vorgehen (Aufteilung der Gruppe beim Vorgehen), Kommunikation (Absprachen bei der Aufteilung) sowie Verlässlichkeit (keiner entzieht sich) und gemeinsame Zielvorgabe („gewinnen“ wollen) gefragt. Theoretisch wäre auch noch Konfliktfähigkeit verlangt gewesen, aber bei den drei beschriebenen Klassen des Teams 5.1. tauchte keine Situation auf, die danach gerufen hätte. Sehr überraschend war dabei, dass ausnahmslos alle SchülerInnen mit vielen Argumenten (!) begründen konnten, warum „Fernsehen schädlich“ sei. Genauso hat es uns verwundert, dass ebenso viele SchülerInnen (wohlgemerkt: in der Gruppe!) fünf Märchen zu benennen. Die Aufteilung und Zuordnung in die neuen Tischgruppen wurde weder vor Ort noch später in der Gesamtschule in Frage gestellt. Für uns war dies ein Beleg dafür, dass die Tage in Altenberg die SchülerInnen „zusammengeschweißt“ haben.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. NachtwanderungVon dieser Veranstaltung gibt es keine Fotos, da es zum Fotografieren zu dunkel war. Es bleibt aber festzuhalten, dass „kein Schüler zurück blieb“, obwohl einige zuvor ihre Angst geäußert hatten. Das gegenseitige Festhalten im doppelten Sinne befähigte die SchülerInnen, ihre Ängste auszuhalten und durch sie hindurch zu gehen. Was uns besonders auffiel: Niemand wurde wegen seiner geäußerten Angst gehänselt oder herabgesetzt. Die Fähigkeit der Akzeptanz war also schon bereits vor den Altenberger Seminartagen vorhanden und gestärkt worden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
2. Block: KooperationsspieleBei diesen Übungsteilen ging es immer wieder darum, dass die gestelltwen Aufgaben nur zu lösen waren, wenn die SchülerInnen eine gemeinsame Strategie verfolgten. Ein einzelner war nicht in der Lage, die jeweilige Aufgabe erfolgreich zu lösen. Die erste Aufgabe bestand darin, einen Ball in einer vorher festgelegten Reihenfolge in einer vorgegebenen Zeit von „unter zwei Sekunden“ zu berühren. Alle Klassen kamen zu einer Lösung: Allen Lösungen gemein war, dass man enger zusammenrücken musste, wollte man erfolgreich sein.
Bei einer anderen Aufgabenstellung ging es darum, einen Gegenstand zu ergreifen und über eine Startlinie zu bringen, ohne dass der Spielleiter herausfand, wer den Gegenstand hatte.
Die SchülerInnen mussten also gemeinsam heranstürmen , den Gegenstand ergreifen und ihn so zurück bringen, dass er stets von vielen SchülerInnen gemeinsam verdeckt blieb. Das sah dann so aus:
Das Ergebnis belegte, dass eine einzelne Person stets erwischt worden wäre und die Gruppe nur erfolgreich sein konnte, wenn alle zusammen hielten und zusammen standen. Gleiches galt auch für den Mohawk-Pfad. Hier sollten die Schüler – entsprechend den gleichnamigen Indianers in Floridas sümpfen – dafür sorgen, dass der „ganze Stamm“ unbeschadet und trockenen Fußes über die Sümpfe balanciert, wobei auch nicht ein einziges Stammesmitglied zurück gelassen werden durfte.
Hierfür wurde die Klasse in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte versuchte der Aufgabe gerecht zu werden; die andere hatte Hilfestellung zu leisten. Besonders auffällig war uns Beobachtern dabei, dass die „Hilfesteller“ nicht nur ihre Aufgaben erledigten, sondern darüber hinaus der „gegnerischen“ Mannschaft Tipps gaben, wie man sich unterstützen und erfolgreich sein konnte. Die Mitfreude über das Gelingen war bei beiden Gruppen intensiv wahrzunehmen. Auch nur eine Spur von „Schadenfreude“ war unauffindbar.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
4.Block: Vertrauensspiele Diese Übung war den SchülerInnen bereits aus dem Sportunterricht vertraut und es konnte schnell zu den nächsten Übungen übergegangen werden, in denen alle SchülerInnen bis auf den Anführer blind waren. Die Führung endete an einem Seil, das quer durch den Wald gespannt war. Hier trainierten die SchülerInnen nun, ganz allein sich zu orientieren und dabei nur auf die eigenen Sinne (bis auf das Sehen) angewiesen zu sein. Berührungsängste innerhalb der Gruppe wären hierbei höchst hinderlich gewesen; diese tauchten aber überhaupt nicht auf. Nach diesen Erfolgserlebnissen ging es zügig auf die Höhepunkte dieser Einheit zu.
Was gibt mehr Vertrauen, als sich von seinen MitschülerInnen im wahrsten Sinne des Wortes tragen zu lassen bzw. sich rücklings fallen zu lassen und dabei die Gewissheit zu verspüren, dass man aufgefangen wird.
Für diese Übungen wurden die Klassen noch einmal geteilt. Verantwortung kann nur in kleineren Gruppen sinnlich konkret erfahren werden, wenn es heißt: Auf jeden Einzelnen kommt es an. Keiner kann sich entziehen ohne das Ergebnis zu gefährden.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
5.Block: NeigungsabendFür diesen Abend konnten sich die SchülerInnen je nach ihrer Neigung unterschiedlichen Angeboten zuordnen. Es gab die Möglichkeiten, die Disco mit Tanzspielen zu besuchen oder sich in einem Raum zu Bastelarbeiten zu treffen oder in einem anderen Raum Kicker und Billard zu spielen.
Bei diesem Team hatte die letzte Nachtwanderung einen so großen Eindruck hinterlassen, dass – auf Betreiben der SchülerInnen hin – noch eine zweite Nachtwanderung angeboten und genutzt wurde. Diese Gruppe war allerdings so zeitig zurück, dass die TeilnehmerInnen auch noch die anderen Angebote zusätzlich nutzen konnten.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
6.Block: Teamturnier, Feedback und AbreiseDer dritte und letzte Tag war mit packen, aufräumen und Bilanz ziehen gefüllt. Zu unserer Überraschung hatten die SchülerInnen bereits vor dem Frühstück ihre Sachen gepackt, die Betten abgezogen und den Müll entsorgt. Aus organisatorischen Gründen zogen wir die Feedback-Runde vor. Dazu trafen sich die Klassen mit ihren Tutoren getrennt. Aus allen drei Klassen kam übereinstimmend die Rückmeldung, dass die erlebnispädagogischen Tage für die Schülerinnen und Schüler ein tolles Erlebnis war und sie diese Fahrt unbedingt weiter empfehlen. Zum Abschluss des Vormittages gab es ein Völkerballturnier, an dem alle SchülerInnen beteiligt war. Dass just zu diesem Moment die Sonne aus den Wolken hervorbrach und uns alle wärmte, kann als Symbol für die drei Tage betrachtet werden. Die Teammitglieder waren sowohl mit dem Prozess wie auch mit dem Ergebnis dieser Tage sehr zufrieden. Die SchülerInnen sind sich noch näher gekommen; ihre Zusammenarbeit wurde intensiviert und ihre Begeisterung war unübersehbar. Die Teamer von at4t haben sich ebenso professionell und zugewandt verhalten wie wir es von ihnen bereits von früheren Veranstaltungen (Abschlussfahrt in Kössen; survival camp, usw.) gewöhnt waren. Solange noch Preisgeld von der „Guten gesunden Schule“ vorhanden ist, können wir nur jedem neuen 5. Jahrgang empfehlen: Macht es!!! Michael MON |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
pageinfo: |
erstellt 20.8.2008, aktualisiert: 15.09.2010 (KRE) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||