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IGS Holweide/Projekte/Rathaus Europa


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Die Agenda 21

Im Juni 1992 fand in Rio de Janeiro die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung statt, an der 179 Staaten, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland teilnahmen. Als gemeinsame Vereinbarung wurde die Agenda 21 beschlossen, in der sich die Staaten auf ein weltweites Handlungskonzept zur nachhaltigen und zukunftsfähigen globalen Entwicklung verpflichtet haben. Die drei grundlegenden Dimensionen, auf die sich dieses Konzept bezieht, sind soziale Gerechtigkeit, ökonomische Nachhaltigkeit und ökologische Tragfähigkeit - sie bilden miteinander eine untrennbare Einheit.

Die lokale Agenda 21

Dem Leitgedanken "Global Denken - Lokal handeln" folgte die Konferenz mit dem Beschluß der Lokalen Agenda 21. Alle Kommunen der unterzeichnenden Staaten sind hierin aufgefordert worden, die Umsetzung der Beschlüsse der Agenda 21 vor Ort aktiv zu betreiben.
Hierbei wurde der Bedeutung der Kommunen als städtische Lebensräume Rechnung getragen, die mit ihrer Politik- und Verwaltungsebene den Bürgern am nächsten sind. Hervorzuheben ist die Aufforderung an die kommunalen Parlamente und Verwaltungen, in einem wechselseitigen Dialog mit den Bürgern zu treten, der mit der Bereitschaft zu einer prozeßhaften Entscheidungsfindung verbunden sein soll.
Gerade junge Menschen sollen an dem Agenda-Prozeß beteiligt werden - Kinder und Jugendliche sollen also mitdiskutieren und mitentscheiden.

Die lokale Agenda 21 in Köln

So hat sich auch die Stadt Köln am 10.3.1998 mit einem einstimmigen Ratsbeschluß auf die Lokale Agenda 21 verpflichtet. Die Handlungsfelder werden in einem umfassenden Sinn verstanden, die Bereiche soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Bildung und demokratische Handlungsräume sind hierbei neben den o.g. drei grundlegenden Dimensionen feste Bestandteile.
In Köln findet eine Vielzahl von Aktivitäten statt - derzeit sind alle Kölner Bürger dazu aufgerufen, den Agenda-Prozeß in ihrer Stadt mit zu gestalten. Dies geschieht in Form von Gesprächs- Arbeitskreisen, Initiativen und Projekten und soll zur politischen Meinungsbildung beitragen.

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Der Hintergrund

Das Projekt entstand auf dem Hintergrund, daß die politische Entwicklung in Europa eine Verständigung unter den jungen europäischen Bürgern auf kultureller und politischer Ebene unverzichtbar machen. die Lokale Agenda 21 als ein verbindendes Element zwischen den Städten Europas fordert den Dialog zwischen Bürgern, Verwaltung und der Kommunalpolitik - die Beteiligung junger Menschen am kommunalen Leben ist hierbei ein zentraler Bestandteil.


Was passiert in dem Projekt

Im "Rathaus Europa" treffen sich 30 Jugendliche aus acht europäischen Ländern, um aus ihren eigenen Blickwinkel über aktuelle jugendspezifische Themen in ihren Städten zu diskutieren. Insbesondere gehen sie der Frage nach, welche Mitwirkungsmöglichkeiten sie bei kommunalen Entscheidungsprozessen haben und inwieweit dabei die Lokale Agenda 21 in ihren Städten eine Rolle spielt. Bereits seit Beginn des Jahres 1999 arbeiten die Jugendlichen an dieser Fragestellung. Ihre Ergebnisse haben sie anschließend den anderen Gruppen im Internet bekannt gegeben. Abschließender Höhepunkt ist ein einwöchiger Workschop in Köln, bei dem sie sie Möglichkeit haben, sich auszutauschen und gemeinsam Perspektiven für kommunale Jugendaktivitäten zu entwickeln. Das gesamte Projekt wird als Radiobeitrag von Kölner Jugendlichen dokumentiert.

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Wer nimmt teil?

Die Jugendlichen kommen aus den Partnerstädten Barcelona, Katowice, Liverpool, Rotterdamm, Turin, Turku, Wolgograd und Köln und repräsentieren die Regionen Ost-, Nord-, Süd-, und Westeuropa. Dort kommen sie aus Schulen, Theaterinitiativen, offener Jugendarbeit und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. In jeder Stadt sind ca. 10 Jugendliche im Alter von 15 - 20 Jahren an dem Projekt beteiligt, von denen drei Delegierte am Kölner Austausch teilnehmen.


Veranstalter und Partnerorganisationen

Das Projekt wurde vom Dezernat für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln organisiert. Die Rathausschule im Amt für Kinderinteressen und das Sachgebiet Internationale Jugendbegegnung im Jugendamt waren für die Veranstaltung in Kooperation mit den Jugenddezernaten aus den o.g. Partnerstädten verantwortlich. Kölner Partner war die Integrative Gesamtschule Holweide mit 15 Jugendlichen aus der Schülervertretung. Das Projekt wurde außerdem von KIKS (System für Weiterbildung, Information und Kommunikation) und der Radiowerkstatt im Amt für Weiterbildung der Stadt Köln unterstützt.


Finanzierung

Die finanziellen Mittel für das Projekt stellten die Europäische Union mit dem Programm "Jugend für Europa" und die Stadt Köln zur Verfügung.

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Das Europäische Jugendprojekt "Rathaus Europa - Jugend in der Stadt" ist ein Gemeinschaftsprojekt des

Amtes für Kinderinteressen und ...
Der Rat der Stadt Köln beschloss 1990 die Einrichtung eines Amtes für Kinderinteressen, das es bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland nicht gab.
Das Amt für Kinderinteressen hat folgende Aufgaben:
Anwalt und Interessenvertretung für Belange von Kindern zu sein.
Dabei helfen:
    • das Kölner Kindertelefon (Tel.: 221-24050);  
    • die Rathausschule;  
    • die Kinder und Jugendforen;  
    • Die Projekte für mehr Kinderfreundlichkeit in Köln;  
    • die Jugendhilfeplanung  
zur Verbesserung der Freizeit- und Spielmöglichkeiten
von Kindern und Jugendlichen beizutragen
    auf den örtlichen Spielplätzen;
    auf den Schulhöfen;
    auf den privaten Spielplätzen;
    mit den Spielcontainern;
    mit den Ferienspielaktionen;
    mit den "Juppis", den rollenden Spielplätzen;
    mit der Freiluft- und Garten-Arbeitsschule;
    mit der Jugendverkehrsschule;
    mit dem Äktschen-Telefon (Tel.: 221-25555).

Kontakt und Auskunft zum Projekt - beim Amt für Kinderinteressen:
Tel.: 0221-221-22928, Frau Zierold; Für weitere Auskünfte: Tel.: 0221-221-25834
... des Jugendamtes der Stadt Köln 
Gesetzliche Grundlage für die Aufgaben des Jugendamtes bildet das Kinder- und Jugendhilfegesetz. Insbesondere §1 des KJHG macht die Aufgabenvielfalt deutlich. Für deren Erfülllung setzen sich folgende Abteilungen ein:
 
  • Pädagogische und soziale Dienste;  
  • Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für Kinder;  
  • Projektgruppe Kindertagesstätten-Bau;  
  • Familienberatung  
  • städtische Kinderheime;  
  • Fachbereiche Jugend und Familie in den Bezirksämtern;  
  • Allgemeine Fach- und Verwaltungsangelegenheiten;  
  • Jugendförderung. 
    Die vielzahl der Einzelaufgaben sind Tätigkeiten im Rahmen von:
     
    • Beratung;  
    • Finanzierung;  
    • Koordination;  
    • Projektierung;  
    • Qualitätsbewertung und Prüfung;  
    • Prävention;  
    • Förderung;  
    • Kooperation.  

Auskunft beim Jugendamt: Tel.: 0221-221-24079 Herr Seifert (mail)


In der Gesamtschule Holweide wurde das Projekt betreut:

Organisation: Ulla Kreutz (mail)

Realisation Internet-Kontakte und Chatroom: Josef Kreutz (mail)

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Die beteiligten Jugendlichen

Köln

Wir sind...

eine Schülergruppe aus der Integrativen Gesamtschule Holweide, sind 15 bis 18 Jahre alt und engagieren uns in der Schülervertretung. Wir treten für die Rechte der Schüler ein, Informieren sie über alle wichtigen Angelegenheiten und nehmen Einfluß auf Schulentscheidungen.

Wir haben festgestellt,...

daß Jugendliche Informationen darüber brauchen, welche Freizeitmöglichkeiten es in der Umgebung für sie gibt. Außerdem finden wir es wichtig, daß sich Jugendliche mit den Möglichkeiten beschäftigen, die sie haben, um sich an politischen Entscheidungen in ihrer Stadt beteiligen zu können.

Wir sind bereits beteiligt bei...

der Programmentwicklung in Bezug auf die Angebote in einzelnen Jugendzentren, allerdings nicht bei finanziellen Entscheidungen. Außerdem in der Schule über die Schülervertretung und auf allgemeiner Ebene: bei den Kölner Kinderforen, durch Mitarbeit in Parteien, Vereinen und Jugendorganisationen. An der Kommunalwahl können wir jetzt schon ab dem Alter von 16 Jahren teilnehmen.

Wir wollen mitentscheiden...

in Form einer Kölner Jugendkonferenz, in der wir über Themen auf kommunaler Ebene aber auch über alltagspolitische Themen diskutieren können (z.B. über den Kosovo). Die Konferenz soll von Jugendlichen selbst geleitet werden, die dafür Schulung und Unterstützung erhalten sollen. Erwachsene Berater sollten zwischen der Jugendkonferenz und den Kommunalpolitikern vermitteln. Wir wollen nicht nur auf den "guten Willen" der Erwachsenen angewiesen sein.

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Barcelona (Spanien)

Wir sind ...

eine Jugendgruppe, zwischen 16 und 17 Jahren alt und wir engagieren uns in einer Organisation, die ACIB heißt. Bei ACIB können Jugendliche Informationen über Schule und Freizeitmöglichkeiten bekommen sowie eine Beratung zu beruflichen Fragen und Jugendproblemen.

Wir haben festgestellt, ...

daß unser soziales System einen großen Unterschied zwischen den sozialen Klassen mit sich bringt. Die Hauptprobleme für Jugendliche sind das Ausbildungssystem, Arbeit und Wohnen. Für viele Jugendliche werden diese Probleme verstärkt, weil sie aus großen Familien kommen. Ein weiteres Problem ist die Umweltverschmutzung.

Wir sind bereits beteiligt...

bei Entscheidungen in verschiedenen Gremien und Projekten, z. B. einem Informations- und Beratungszentrum für Jugendliche, der Studentenorganisation ACIB und dem Jugendrat der Stadt. Dort werden Entscheidungen getroffen, die dann dem Stadtrat präsentiert werden.

Wir wollen mitentscheiden ...

bei einer Ausweitung und Vernetzung der Angebote für Jugendliche, damit alle Jugendlichen in Barcelona mehr Unterstützung bei ihren Fragen und Problemen erhalten.

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Liverpool (England)

Wir sind ...

eine Gruppe Jugendlicher zwischen 16 und 20 Jahren alt. Unsere Jugendgruppe trifft sich im "Yellow House", einer Einrichtung, in der wir zusammen nach kreativen Ausdrucksmöglichkeiten suchen, um uns über Themen, Probleme und Gefühle auszutauschen. Wir machen Theater, Musik und Gedichte, und bei öffentlichen Aufführungen verschaffen wir uns so Gehör.

Wir haben festgestellt, ...

daß ein alltägliches Problem für junge Leute ein sehr starker Gruppendruck ist und sie dadurch Schwierigkeiten haben, ihre Individualität zu erhalten. Der Gruppendruck bestimmt ihre Handlungen und kann starke Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung haben. Gerade in den Bereichen Alkohol, Sex und Drogen fühlen sich Jugendliche durch ihre Umwelt beeinflußt und unter Druck gesetzt.

Wir sind bereits beteiligt bei ...

Schülervertretungen. Weitere Beteiligungsmöglichkeiten sind uns nicht bekannt.

Wir wollen mitentscheiden ...

- Jugendliche haben ein Recht auf eine eigene Meinung und die Möglichkeit, ihre eigene Sichtwiese auszudrücken. Zuerst brauchen sie Sicherheit und Unterstützung, um sich entfalten und entwickeln zu können. Dann brauchen sie einen öffentlichen Raum, in dem ihre Bedürfnisse eine "starke Stimme’" haben. Wichtig ist, daß sich die Erwachsenen für die Interessen der Jugendlichen interessieren und zuhören. Nur so können sie herausfinden, was die Jugendlichen wirklich wollen.

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Rotterdamm (Niederlande)

Wir sind ...

eine Gruppe Jugendlicher zwischen 17 und 19 Jahren alt. Wir sind zum Teil Schüler und zum Teil Studenten und engagieren uns besonders in kulturellen und sozialen Arbeitsfeldern, z. B. in der Arbeit mit alten Menschen.

Wir haben festgestellt, ...

daß es zwar viele Möglichkeiten für Aktivitäten gibt, aber viele Jugendliche zu wenig darüber wissen. Außerdem haben Jugendliche oft finanzielle Probleme, besonders in Familien mit mehreren Kindern. Eine weitere Problematik, die Jugendliche beeinflußt, sind Diskriminierung und Fremdenhaß. Konflikte können entstehen durch Unterschiede in den Kulturen, Werten, Aussehen, Sprache und Religion. Zusätzlich sehen sich die Jugendlichen einem großen Druck in der Öffentlichkeit ausgesetzt. So kann es z. B. zu einem Platzverbot auf öffentlichen Plätzen kommen.

Wir sind bereits beteiligt bei ...

kommunalen Diskussionen im Rahmen eines Jugendstadtrates und bei der Jugendhilfe- und Stadtplanung durch Jugendbefragungen und im di rekten Gespräch zwischen Jugendlichen und Politikern. Außerdem wirken wir bei einzelnen Projekten wie z. b. Antidiskriminierungs-Projekten mit.

Wir wollen mitentscheiden ...

und meinen, daß die Jugendlichen eine bessere politische Bildung bekommen sollten und so über ihren Mitbestimmungsmöglichkeiten informiert werden. Außerdem brauchen sie Hilfe und Informationen, um die jugendbezogenen Angebote in ihrer Stadt wirklich nutzen zu können. Jugendliche sollten nur nach Beteiligung gefragt werden, wenn die Politiker die Ideen der Jugendlichen auch wirklich umsetzen können.

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Turin (Italien)
 

Wir sind ...

eine Jugendgruppe und zwischen 18 und 19 Jahre alt. Wir besuchen die Schule und die Universität und beschäftigen uns schwerpunktmäßig mit anderen Kulturen, Ländern und Sprachen.

Wir haben festgestellt, ...

daß viele Jugendliche aufgrund der kritischen wirtschaftlichen Situation länger in der Familie bleiben und sich somit die Jugendphase ausdehnt. Viele von ihnen haben den Wunsch nach Wechsel und Erneuerung, nehmen aber auf der anderen Seite ihre kulturellen und politischen Möglichkeiten nicht wahr. Allerdings besteht auch der Mangel an alternativen Betätigungsmöglichkeiten. Wenn sie sich engagieren, tun sie dies lieber auf ehrenamtliche Weise und nicht in politischen Organisationen.

Wir sind beteiligt bei ...

unterschiedlichen Partizipationsprojekten, z.B. an Schulen in Form eines Schülerkomitees, im Bereich Jugend und Freizeit, in Jugendaustauschprojekten und mit der Vertretung der Stadt Turin durch Jugendliche Delegierte im Rahmen von Internationalen Konferenzen.

Wir wollen mitentscheiden ...

als Verantwortliche in verschiedenen Bereichen, wo Jugendliche Vorkämpfer und Mittelpunkt des Geschehens sein können. Durch eine Selbstverwaltung müssen sie die Möglichkeit erhalten, ihre eigene n Handlungskompetenzen zu erweitern. Nicht nur privilegierte, sondern alle Jugendlichen sollen sich als aktive Bürger beteiligen können.
 
 

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Katowice (Polen)

Wir sind ...

eine Schülergruppe, alle 18 Jahre alt und wir interessieren uns sehr dafür, neue Länder und Kulturen kennenzulernen. Wir reisen gern und lernen dabei neue Sprachen.

Wir haben festgestellt, ...

daß die Hauptprobleme der Jugendlichen Gewalt, Drogen, Alkohol, und Arbeitslosigkeit sind. Diese Probleme werden dadurch verstärkt, daß es so gut wie keine Einrichtungen gibt, die den Jugendlichen ein spezielles Beratungs- oder auch Freizeitangebot machen. Bestehende Freizeitmöglichkeiten z. B. kultureller Art sind oft für Jugendliche nicht bezahlbar.

Wir sind bereits beteiligt...

bei - Jugendliche sind in unserer Stadt nicht bei kommunalen Entscheidungsprozessen beteiligt, auch nicht bei solchen, die Jugendthemen direkt betreffen.

Wir wollen mitentscheiden ...

- Wir wünschen uns einen Jugendrat, zu dem Delegierte entsandt werden, die an den Schulen demokratisch gewählt wurden und nicht jünger als 14 Jahre sein sollen. Der Stadtrat sollte verpflichtet werden, dieses Gremium bei Entscheidungen, die die Jugendlichen direkt betreffen, miteinzubeziehen. Jugendliche brauchen hierfür eine bessere politische Bildung, wie es auch die Lokale Agenda 21 verlangt. Jugendliche brauchen außerdem Jugendeinrichtungen, die sie unterstützen. Bei deren Planung und Aufbau sollten Jugendliche beteiligt sein.

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Turku (Finnland)

Wir sind ...

eine Schülergruppe zwischen 17 und 18 Jahren alt und besuchen zusammen die Puolatan-mäki Schule. Wir engagiere uns dort in einer Schülerorganisation und insbesondere in einer Arbeitsgruppe für den Umweltschutz. In diesem Zusammenhang ist auch die Lokale Agenda 21 für uns wichtig.

Wir haben festgestellt, ...

daß die Probleme für Jugendliche wachsen. Da sind die Jugendarbeitslosigkeit und fehlende Ausbildungsmöglichkeiten und es gibt ein Drogen- und Alkoholproblem in Verbindung mit einem erhöhten Gruppendruck unter den Jugendlichen. Die jungen Leute haben zu wenig Freizeitmöglichkeiten und die Eintrittspreise dafür sind oft zu hoch. Auch die Mieten steigen und die soziale Ungerechtigkeit wächst.

Wir sind bereits beteiligt ...

bei Schulentscheidungen durch die Schülervertretung, einzelnen Projekten, in Jugendorganisationen und Studentenvereinigungen, durch die Meinungsäußerung in den Medien und die Mitarbeit in politischen Organisationen. Außerdem gibt es einen guten Kontakt zur kommunalen Jugendbehörde.

Wir wollen mitentscheiden bei ...

politischen Themen, und das nicht nur bei jugendspezifischen Themen. Jugendliche brauchen Informationen über ihre Einflußmöglichkeiten und andere Aktionsformen als dies traditionelle Organisationen bieten. Wir brauchen eine echte Chance und positive Zukunftsperspektiven.

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Wolgograd (Rusland)

Wir sind ...

eine Gruppe von Schülern und Studenten. Einige von uns sind Mitglied in einer Studentenorganisation, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Ju-gendlichen und für die Schaffung von Arbeitsplätzen einsetzen. Außerdem sind wir alle sehr an fremden Sprachen interessiert.

Wir haben festgestellt, ...

daß es für Jugendliche besonders schwierig ist, einen Arbeitsplatz zu finden. Außerdem gibt es keine offenen Jugendzentren, in denen sie ihre Zeit sinnvoll verbringen können. Deshalb haben wir auch schon bei Jugendlichen Alkohol- und Drogenprobleme, sowie teilweise eine hohe Kriminalitätsrate. Viele Familien haben große finanzielle Probleme, da oft über lange Zeit kein Arbeitslohn ausgezahlt wird. Die Beteiligung von Jugendlichen an kommunalpolitischen Entscheidungen ist nicht sehr hoch, viele distanzieren sich von der Politik.

Wir sind bereits beteiligt ...

bei der Teilnahme an Angeboten in Jugendzentren, in Studentenorganisationen und in der Gewerkschaftsjugend.

Wir wollen mitentscheiden ...

bei dem Aufbau neuer Einrichtungen wie z. B. Jugendzentren, Sport- und Freizeitmöglichkeiten und bei der Stadtplanung wie z. B. Gestaltung von Parks und Grünflächen.

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© A. Bellingen/J.Kreutz



Weitere Links:

Der Treffpunkt Agenda21


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Stand: 7.2.2000 (Josef Kreutz)