Die IGS Holweide stellt vor:

Weidenarena-Netzwerk Kölner Schulen

Zur Geschichte der Weidenarena in Köln

Die ganze Sache fing mit der ökologischen Umgestaltung unseres Schulgeländes (Gesamtschule Holweide) an. Sie bestand unter anderem darin, Teile des Schulhofes zu entsiegeln, eine Regenwasserversickerungsanlage zu bauen und zahlreiche Grünflächen durch zusätzliche Bepflanzungen zu verschönern. Auch errichteten wir im Rahmen dieser Umgestaltungen einige kleine Weidenhäuschen. An diesen Projekten waren wir, die SV-Schüler unserer Schule, immer beteiligt und auf den Baustellen zahlreich vertreten, was eigentlich niemand wundert, da unsere SV-Lehrerin Ulla Kreutz auch gleichzeitig den Bereich Öffnung von Schule und Gestaltung von Schulleben (GÖS) koordiniert.
Wir nahmen schließlich am Bau der "CUPOLA" dem Expo-Weidenprojekt 2000 in Berlin teil: mit anderen Schülern aus Berlin, Bonn und Köln bauten wir eine neun Meter hohe Kuppel aus Weidenzweigen, die inzwischen angewachsen ist und nun ein Lebendes Bauwerk darstellt.
Durch weitere Kontakte zu Marcel Kalberer erfuhren wir von seinem jüngsten Projekt, einer Weidenkathedrale in Rostock. "Wieso nicht auch in Köln?" dachten wir uns und nahmen uns vor auch hier bei uns ein lebendes Weidenhaus zu errichten. Ulla Kreutz übernahm mit Unterstützung von Michael Remppis die Koordination des Projektes.

Bei der Wahl des Motivs war es uns besonders wichtig, dass es etwas typisch Kölsches ist. Da es ja schon in Hannover eine Weidenkathedrale gab, war der Dom ziemlich direkt von der Wahl ausgeschlossen und schließlich wählten wir die Kölnarena als Vorbild für unser Projekt. Zum einen wegen ihrer Symbolik für die rechte (unsere) Rheinseite und zum anderen, weil ihre Form geradezu ideal für ein Weidenbauwerk ist.
In den folgenden Wochen ging es darum Sponsoren für die Finanzierung des Projektes und einen passenden Standort für die Weidenarena zu finden. Die Sponsoren waren relativ schnell gefunden, mit dem Standort gab es allerdings einige Schwierigkeiten.
Am liebsten wäre uns das Rheinufer im Kölner Jugendpark in Köln-Deutz. Leider ist diese Gegend jedoch extrem Hochwasser gefährdet, welches auch noch immer etwa zu der Zeit kommt in der wir bauen werden. Nicht nur, dass das Bauen bei Hochwasser ein Ding der Unmöglichkeit ist, auch die Hochwasserschutzbehörde machte Schwierigkeiten: auf Hochwasserschutzgebieten dürfen keine Häuser gebaut werden.
Dass die Weidenarena eigentlich eher eine in die Rheinuferlandschaft passende Pflanze bzw. ein Naturkunst-Objekt und nicht ein Gebäude in dem Sinne ist, hatten sie nicht beachtet. Als wir ihnen dann aber erklärt hatten, dass wir im Grunde "nur ein paar Weiden pflanzen wollen", war das Problem zum Glück erledigt. Um dennoch zu vermeiden, dass das Projekt im Hochwasser untergeht, wählten wir noch einen zweiten möglichen Standort für das Kunstwerk in Riehl vor dem alten Riehler Schwimmbad.
Wir kümmerten uns schließlich noch darum, wie und woher wir die Weidenzweige für den Bau bekommen, dass es für alle Beteiligten Schülerinnen Mittagessen und einen Platz zum Aufwärmen gibt und klärten noch die restlichen Fragen mit den Ämtern. Inzwischen beschäftigen wir uns hauptsächlich mit Öffentlichkeitsarbeit: schreiben Briefe, laden verschiedene Menschen zum Pressegespräch und zum Abschlussfest ein, gestalteten einen Flyer zur Information und schreiben eben diese Homepage. Noch immer gibt es jede Menge zu tun, und wir fiebern dem 14. Februar entgegen, an dem wir endlich mit dem Bauen anfangen und alles Organisatorische hoffentlich geklärt ist.